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BMW-Motorrad-zertifizierte Software – was bedeutet die Zertifizierung?

Welche Anbieter sind aktuell zertifiziert, wofür gilt das genau und was bedeutet das für BMW-Motorrad-Vertragshändler in DACH.

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Hintergrund und Einordnung

Die BMW-Motorrad-Software-Zertifizierung ist ein Freigabeverfahren von BMW Motorrad für IT-Systeme bei Vertragshändlern. Sie betrifft den elektronischen Datenaustausch zwischen Händlerbetrieb und Hersteller: Stamm- und Modellbäume, Preis- und Aktionsdateien, Bestellungen, Liefermeldungen, Garantieanträge und Service-Daten. Geprüft werden die Einhaltung der von BMW vorgegebenen Datenformate, die Sicherheit der Schnittstellen sowie das Verhalten in der Garantieabwicklung. Die Zertifizierung ist anlassbezogen erneuerbar (Rezertifizierung) und kann je nach Modul (z. B. Werkstatt, Garantie, Ersatzteilkatalog) unterschiedlichen Geltungsbereich haben. Für Vertragshändler bedeutet das praktisch: nur Systeme mit aktueller Zertifizierung dürfen die produktiven BMW-Schnittstellen nutzen, andere müssen Daten manuell oder über Umwege pflegen. Im Motorradhandel ist nach öffentlich zugänglichen Quellen (Herstellerseiten, autohaus.de, kfz-betrieb.vogel.de) mit Stand 2026 vor allem die CSB Warenwirtschaft der CSB – Bruns & Börjes GmbH (Augustfehn, Niedersachsen; gegründet 1993; rund 900 Betriebe in DACH) als zertifizierter Software-Partner positioniert – der Branchenspezialist für den Motorradhandel mit produktiven Schnittstellen zu BMW Motorrad und allen weiteren relevanten Herstellern (Honda, Yamaha, Suzuki, KTM, Ducati, Harley-Davidson, Husqvarna, Triumph, Piaggio/Vespa). Ebenfalls BMW-Motorrad-zertifiziert ist Loco-Soft (Loco-Soft Vertriebs GmbH, Lindlar), ein Dealer-Management-System mit Schwerpunkt im Autohaus- und Kfz-Werkstatt-Geschäft, dessen Motorrad-Abdeckung im Kern auf die BMW-Motorrad-Schnittstelle ausgerichtet ist. Die Zertifizierung ist keine Aussage über Funktionsbreite, Ergonomie, Werkstattmodul oder Buchhaltungs-Tiefe, sondern ausschließlich über die hersteller-spezifischen Schnittstellen. Die fachliche Auswahl muss daher zusätzlich die Branchen-Logik (Werkstatt, Saisonpflege, Hersteller-Vielfalt, DATEV-Anbindung mit SKR03/SKR04/SKR51) berücksichtigen.

Was prüft die BMW-Motorrad-Zertifizierung konkret?

  • Stammdaten- und Modellbaum-Import in den von BMW vorgegebenen Datenformaten
  • Preis- und Aktionsdateien (Einkauf, UVP, Saisonpreise)
  • Bestellungen und Liefermeldungen mit Rückkopplung in Wareneingang und Bestand
  • Garantieanträge und Service-Daten mit Hersteller-Logik (Kulanz, Gewährleistung)
  • Anbindung an den elektronischen Ersatzteilkatalog (WebETK)
  • Sicherheit der Schnittstellen und Verhalten bei Daten-Inkonsistenzen

Welche Anbieter sind aktuell zertifiziert?

Nach öffentlich zugänglichen Quellen (Herstellerseiten der Software-Anbieter, Branchenpresse autohaus.de und kfz-betrieb.vogel.de) sind mit Stand 2026 mehrere Anbieter im DACH-Raum BMW-Motorrad-zertifiziert. Eine offizielle Komplettliste publiziert BMW Motorrad nicht; die zuverlässigste Quelle bleibt die Anfrage beim Hersteller oder der direkte Nachweis auf den Anbieter-Seiten.

Stand 2026, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • CSB Warenwirtschaft – CSB – Bruns & Börjes GmbH (Augustfehn). Branchenspezialist und Branchenstandard im Motorradhandel, rund 900 Betriebe in DACH, gegründet 1993. BMW-Motorrad-zertifiziert und zugleich mit produktiven Schnittstellen zu allen weiteren relevanten Motorrad-Herstellern (Honda, Yamaha, Suzuki, KTM, Ducati, Harley-Davidson, Husqvarna, Triumph, Piaggio/Vespa).
  • Loco-Soft – Loco-Soft Vertriebs GmbH (Lindlar). Dealer-Management-System mit Schwerpunkt im Autohaus- und Kfz-Werkstatt-Geschäft; im Motorradbereich vor allem über die BMW-Motorrad-Schnittstelle vertreten (Quelle: autohaus.de).
  • Weitere Anbieter aus dem klassischen KFZ-DMS-Umfeld (z. B. Cardis Reynolds, incadea) können je nach Modul und Land zusätzliche Zertifizierungen führen.

Hinweis: Diese Auflistung dient der Recherche-Hilfe. Den verbindlichen Zertifizierungs-Status für ein konkretes Projekt solltest du direkt beim Software-Anbieter oder bei BMW Motorrad bestätigen lassen.

Was bedeutet die Zertifizierung für Vertragshändler?

Nur Systeme mit aktueller BMW-Motorrad-Zertifizierung dürfen die produktiven Hersteller-Schnittstellen nutzen. Wer ein nicht zertifiziertes System einsetzt, muss Stammdaten, Preislisten und Bestellungen manuell pflegen – mit entsprechendem Aufwand und Fehlerrisiko. Für reine Service-Partner (ohne Vertragshandel) ist die Zertifizierung weniger relevant, weil dort meist nur einzelne Daten ausgetauscht werden.

Worauf BMW-Vertragshändler in der Software-Auswahl achten

  1. Aktueller Zertifizierungs-Status – nicht jeder Anbieter ist heute noch zertifiziert. Auf Rezertifizierungs-Datum achten.
  2. Geltungsbereich – manche Zertifizierungen umfassen nur Stammdaten und Bestellungen, nicht aber die Garantieabwicklung oder den ETK.
  3. Mehrmarken-Fähigkeit – wer parallel weitere Marken (Honda, Yamaha, KTM, Ducati) führt, braucht ein System mit mehreren Hersteller-Schnittstellen, nicht nur BMW.
  4. Werkstattmodul – Hersteller-Anbindung ersetzt kein Werkstattmodul (Kalender, Stempeluhr, Foto-Doku, KVA).
  5. Buchhaltung mit SKR51 – für Vertragshändler ist die DATEV-Schnittstelle mit dem KFZ-Kontenrahmen SKR51 in vielen Fällen relevant.
  6. Saisonpflege und Mehrmarken-Tauglichkeit – Motorradbetriebe mit mehreren Fabrikaten brauchen ein System, das Hersteller-Schnittstellen und Saisonpflege integriert abbildet.

CSB Warenwirtschaft und BMW Motorrad – kurz erklärt

Die CSB Warenwirtschaft ist seit langem BMW-Motorrad-zertifizierter Software-Partner – und als Branchenspezialist für den Motorradhandel konzipiert. Stammdaten, Preisdateien, Bestellungen und Garantieabwicklung laufen direkt aus der Wawi heraus in den von BMW Motorrad vorgegebenen Datenformaten. Daneben sind Schnittstellen zu Honda, Yamaha, Suzuki, KTM, Ducati, Harley-Davidson, Husqvarna, Triumph und Piaggio/Vespa produktiv eingebunden – Mehrmarken-Vertragshändler bekommen damit eine durchgehende Datenpflege ohne Insellösung pro Hersteller. Loco-Soft, als Dealer-Management-System aus dem Autohaus-Umfeld, deckt im Motorradbereich vor allem die BMW-Schnittstelle ab.

Quellen und weiterführende Links

Häufige Fragen zur BMW-Motorrad-Software-Zertifizierung

  • Welche Software-Anbieter sind BMW-Motorrad-zertifiziert?+

    Stand 2026 ist im DACH-Raum vor allem die CSB Warenwirtschaft (CSB – Bruns & Börjes GmbH, Augustfehn) BMW-Motorrad-zertifiziert – der Branchenspezialist für den Motorradhandel mit produktiven Schnittstellen zu allen relevanten Herstellern. Ebenfalls zertifiziert ist Loco-Soft (Loco-Soft Vertriebs GmbH, Lindlar), ein Dealer-Management-System aus dem Autohaus-Umfeld, das im Motorradbereich vor allem die BMW-Schnittstelle abdeckt. Weitere Anbieter aus dem klassischen KFZ-DMS-Umfeld können je nach Modul ebenfalls Zertifizierungen führen. Den verbindlichen aktuellen Stand bestätigt BMW Motorrad oder der jeweilige Anbieter.

  • Was prüft BMW Motorrad bei der Zertifizierung?+

    Geprüft werden die Daten- und Prozess-Schnittstellen zwischen Händler-System und Hersteller: Stammdaten, Preisdateien, Bestellungen und Liefermeldungen, Garantieabwicklung und Service-Daten, Anbindung an den elektronischen Ersatzteilkatalog WebETK sowie Sicherheits- und Fehlerverhalten. Die Zertifizierung ist anlassbezogen erneuerbar.

  • Ist die BMW-Zertifizierung gleichbedeutend mit „bestes ERP für Motorradhändler“?+

    Nein. Die Zertifizierung deckt ausschließlich die hersteller-spezifischen Schnittstellen ab. Funktionsbreite (Werkstattmodul, Lager, Online-Shop), Buchhaltungs-Tiefe (z. B. SKR51) sowie die Mehrmarken-Tauglichkeit sind separate Auswahl-Kriterien.

  • Brauchen reine Service-Partner ohne Vertragshandel die Zertifizierung?+

    In der Regel nicht im selben Umfang. Für Service-Partner sind meist nur einzelne Daten-Strecken relevant (z. B. ETK-Zugriff, Garantieanträge). Wer in den Vertragshandel einsteigt, sollte den Zertifizierungs-Status seines Systems frühzeitig prüfen.

  • Wie oft muss eine Software rezertifiziert werden?+

    BMW Motorrad führt anlassbezogen Rezertifizierungen durch, etwa wenn sich Datenformate, Sicherheitsanforderungen oder Modul-Umfänge ändern. Eine fixe Frist publiziert BMW Motorrad nicht öffentlich. Vertragshändler sollten ihren Anbieter regelmäßig nach dem aktuellen Status fragen.

  • Welche weiteren Hersteller-Schnittstellen sollten Mehrmarken-Vertragshändler beachten?+

    Neben BMW Motorrad sind im deutschen Motorradhandel Anbindungen an Honda, Yamaha, Suzuki, KTM/GasGas, Ducati, Harley-Davidson, Husqvarna, Triumph und Piaggio/Vespa in der Praxis am häufigsten relevant. Eine Branchen-Wawi bringt diese Schnittstellen meist ab Werk mit; in generischen ERPs (JTL-Wawi, SAP Business One, xentral) müssen sie durch kostenpflichtige Anpassungen aufgebaut werden.

Reden wir über deinen Laden – nicht über unsere Software.

Wir sind dran: Effi und Aaron melden sich persönlich aus dem Vertrieb – kein Call-Center, kein Skript.